Heiße Sommer, bedrohte Seen: Zeit, gemeinsam zu handeln
Der Sommer 2026 hat deutlich gemacht, wie stark Hitze Menschen, Natur und Gewässer belastet. Zum Welttag der Seen richtet die ITBO den Blick auf Ursachen, Folgen und konkrete Handlungsmöglichkeiten.

Wenn heiße Sommer zum Warnsignal werden
Wie viele Hitzeperioden vertragen Menschen, Natur und Gewässer – und wie wird unser Leben aussehen, wenn die Erderwärmung weiter voranschreitet?
Der Welttag der Seen am 27. August lenkt den Blick auf Lebensräume, die für Artenvielfalt, Klima, Wasserhaushalt und Erholung eine zentrale Rolle spielen. Gerade die heißen Tage und Wochen des Sommers 2026 haben erneut gezeigt, wie unmittelbar die Folgen steigender Temperaturen unseren Alltag erreichen.
Seen und andere Gewässer reagieren empfindlich auf anhaltende Wärme. Steigende Wassertemperaturen, Trockenperioden und veränderte Niederschläge können ökologische Gleichgewichte beeinflussen. Zugleich nehmen die Belastungen für Menschen, Natur und technische Infrastrukturen zu.
Was geschieht mit unseren Gewässern?
Bereits am 24. Juni 2026 beschäftigten wir uns bei der IT des Bezirks Oberbayern (ITBO) intensiv mit diesem Thema. Dr. Martin Gum zeigte in seinem Vortrag zu Sustainable Development Goal 14, wie der Klimawandel Seen, Flüsse und Meere verändert.
Dabei wurde deutlich: Steigende Temperaturen wirken sich nicht nur auf einzelne Tier- und Pflanzenarten aus. Veränderungen können ganze Ökosysteme betreffen.
Der Welttag der Seen rückt diese Erkenntnisse erneut in den Mittelpunkt. Die Hitzeperioden des Sommers 2026 haben gezeigt, dass die Folgen der Erderwärmung längst nicht mehr nur Gegenstand wissenschaftlicher Prognosen sind.
Klimaschutz und Anpassung gehören zusammen
Unser Arbeitskreis Nachhaltigkeit entwickelt Maßnahmen, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte miteinander verbinden.

- Unsere Wasserbar reduziert die Beschaffung und Anlieferung von Wasserflaschen.
- Mit unserem Green-IT-Flyer sensibilisieren wir für einen bewussten Umgang mit Papier, Speicherplatz und digitalen Ressourcen.
- Weitere Projekte reichen von Mülltrennung und Stromsparen bis zur längeren Nutzung und fachgerechten Wiederverwertung von IT-Geräten.
- Auch mit unserem Digitalen Ramadama im Juni 2026 haben wir gemeinsam Ressourcen geschont: Wir haben alte Dateien, doppelte Ablagen, nicht mehr benötigte E-Mails und überholte Arbeitsstände geprüft und bewusst gelöscht. So konnten wir Datenballast reduzieren, Speicherplatz entlasten, die Übersicht verbessern und gleichzeitig den sicheren Umgang mit digitalen Informationen stärken.
- Auch nachhaltige Mobilität gehört dazu: Beim STADTRADELN 2026 legten zehn aktive Radelnde der ITBO gemeinsam 2.219 Kilometer zurück und vermieden rechnerisch rund 364 Kilogramm CO₂.
Das zeigt: Klimaschutz beginnt nicht erst bei der großen technischen Lösung, sondern auch bei unseren täglichen Entscheidungen - wie im Schaubild zu sehen ist.
Gleichzeitig sind Unternehmen und Gesellschaft gefordert, auf die bereits spürbaren Folgen des Klimawandels zu reagieren. Bei der Betriebsversammlung am 29. Juli 2026 informierte die Geschäftsführung darüber, dass den Mitarbeitenden ab sofort Fit-Flip-Kühltücher zur Verfügung stehen. Die durchweg positive Resonanz zeigte, wie wertvoll unkomplizierte und unmittelbar wirksame Unterstützung an besonders heißen Arbeitstagen ist.
Die entscheidende Frage bleibt
Kühltücher können an heißen Tagen für Entlastung sorgen. Sie lösen jedoch nicht die Ursachen der Erderwärmung.
Deshalb bleibt die kritische Frage: Wie wollen wir künftig arbeiten und leben, wenn Hitzeperioden, Trockenheit und Extremwetter häufiger oder intensiver auftreten?
Eine einzelne Maßnahme kann darauf keine abschließende Antwort geben. Doch Wissen, verantwortungsvoll eingesetzte Technik und viele konsequente Schritte können gemeinsam etwas bewegen.
Die ITBO möchte ihren Beitrag dazu leisten – für unsere Umwelt, für unsere Mitarbeitenden und für eine digitale Zukunft, die auch morgen noch lebenswert ist.
Gertrud Engstle | 27.08.2026
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