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Welttag der Jugendkompetenzen: Die Zukunft braucht mehr als Technik

Zum Welttag der Jugendkompetenzen werfen wir einen Blick darauf, welche Kompetenzen junge Talente heute mitbringen und bei der ITBO weiterentwickeln können.

Warum der Tag wichtig ist

Jedes Jahr am 15. Juli rückt der Welttag der Jugendkompetenzen junge Menschen und ihre Entwicklung in den Mittelpunkt. Die Vereinten Nationen haben diesen Aktionstag ins Leben gerufen, um auf die Bedeutung von Bildung, Ausbildung und lebenslangem Lernen aufmerksam zu machen.

Denn die Arbeitswelt befindet sich in einem stetigen Wandel. Neue Technologien verändern Abläufe, schaffen neue Berufsbilder und stellen Unternehmen vor immer neue Herausforderungen. Gleichzeitig wächst der Bedarf an qualifizierten Fachkräften kontinuierlich – insbesondere in der IT. Allein in Bayern fehlen derzeit rund 170.000 IT-Fachkräfte.

Der Welttag der Jugendkompetenzen lenkt deshalb den Blick auf eine wichtige Frage: Welche Fähigkeiten brauchen junge Menschen, um ihren Platz in dieser sich verändernden Arbeitswelt zu finden?

Neben fachlichem Wissen sind es vor allem Lernbereitschaft, Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, Probleme zu lösen, die heute den Unterschied machen. Genau hier setzt Ausbildung an: Sie vermittelt nicht nur Wissen, sondern gibt jungen Menschen die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, Verantwortung zu übernehmen und Schritt für Schritt in das Berufsleben hineinzuwachsen.

Was junge Talente heute brauchen

Wer heute ins Berufsleben startet, braucht mehr als gutes Fachwissen. Natürlich sind technische Kenntnisse wichtig – besonders in der IT. Doch mindestens genauso entscheidend sind Fähigkeiten, die sich nicht in Schulnoten oder Zeugnissen messen lassen.

Im Arbeitsalltag geht es darum, Verantwortung zu übernehmen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und sich immer wieder auf neue Situationen einzustellen. Technologien verändern sich, Projekte entwickeln sich weiter und oft gibt es nicht nur einen richtigen Weg zum Ziel.

Gefragt sind deshalb Menschen, die neugierig bleiben, Probleme strukturiert angehen und gerne mit anderen zusammenarbeiten.

Auch die Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven zu verstehen, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Denn hinter jeder technischen Lösung stehen Menschen, die sie nutzen. Wer zuhören kann, Bedürfnisse erkennt und verständlich kommuniziert, schafft die Grundlage für gute Zusammenarbeit.

Diese Kompetenzen entwickeln sich nicht über Nacht. Sie wachsen mit praktischen Erfahrungen, mit neuen Herausforderungen und manchmal auch mit kleinen Umwegen. Genau deshalb spielt Ausbildung eine so wichtige Rolle: Sie bietet jungen Menschen die Möglichkeit, fachlich und persönlich zu wachsen.

Interview: Ausbildung bei der ITBO

Wie wichtig dieser Praxisbezug ist, zeigt auch der Blick in die Ausbildung bei der ITBO.

Mahmut Yarac ist seit dem 01. Mai 2026 offiziell für die Ausbildung bei der IT des Bezirks Oberbayern verantwortlich. Zuvor begleitete er die Auszubildenden bereits rund ein Jahr als Ausbildungsbeauftragter im Team Workplace.

Im Interview beschreibt er, dass er die Ausbildung künftig noch praxisnäher gestalten möchte. Auszubildende sollen frühzeitig in spannende Projekte eingebunden werden. Gleichzeitig sollen ihre persönliche und fachliche Entwicklung gezielter gefördert werden.

Auf die Frage, welche Kompetenz in den nächsten fünf Jahren besonders wichtig wird, nennt Mahmut Yarac neben solider IT-Fachkompetenz vor allem Lernbereitschaft, Anpassungsfähigkeit und die Fähigkeit, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Technologien verändern sich schnell – wer offen für Neues bleibt, hat gute Chancen, sich weiterzuentwickeln und seinen Platz in der IT zu finden.

Auch bei der Frage, was einen guten Azubi ausmacht, geht es nicht darum, schon zu Beginn alles zu können. Entscheidend sind Neugier, Zuverlässigkeit, Motivation, Teamfähigkeit und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Gute Bewerber bringen vor allem Neugier, Motivation und Teamgeist mit. Fachwissen kann man lernen – wichtiger ist die Bereitschaft, sich einzubringen und kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Für Mahmut Yarac ist eine Ausbildung deshalb ein guter Einstieg ins Berufsleben: Sie verbindet praktische Erfahrung mit fachlicher Entwicklung und eröffnet gerade in der IT viele interessante Karrierewege.

Blick nach vorn

Die ITBO freut sich auf die neuen Auszubildenden, die am 01. September 2026 starten. Mit ihnen kommen frische Ideen, neue Perspektiven und neue Fragen ins Unternehmen.

Und genau darum geht es am Welttag der Jugendkompetenzen: jungen Menschen Raum zu geben, ihre Fähigkeiten zu entwickeln – fachlich, persönlich und mit Blick auf eine Arbeitswelt, die mehr braucht als Technik.

Gertrud Engstle | 09.07.2026
#Karriere #Wir über uns

Bildquelle: Ki-generiert mit Pixabay